KI verändert Arbeit. Der Mensch entscheidet, was daraus wird
Tanja Huck · Strategin für Mensch und KI
Ich habe künstliche Intelligenz in einem Familienbetrieb eingeführt, in dem Menschen morgens mit ihren Händen Brot backen. Seit 1936. Ich bin die dritte Generation.
Unsere Bäcker haben zuerst den Kopf geschüttelt. Dann haben sie sich gemeinsam mit mir auf das Experiment eingelassen. Das Brot liegt heute im Verkaufsregal.
Genau diesen Teil begleite ich. Den, bei dem es nicht um Technik geht, sondern um Menschen. In Unternehmen, die KI einführen. Und mit Einzelnen, deren eigene Aufgabe gerade ins Wanken gerät.
- 25+Jahre Unternehmertum, eingestiegen 1998 als Quereinsteigerin
- 250+Mitarbeitende in unseren Unternehmen. Angefangen haben wir mit zehn
- 1936gegründet. Bäckerei und Konditorei Huck, Frankfurt am Main
- KI + HIKünstliche und menschliche Intelligenz. Die zweite entscheidet
Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, 12. August 2026: „Die Bäckerei Huck ist für viele in Frankfurt ein Stück Heimat.“
01Worum es geht
Der Mensch ist der unterschätzte KI-Vorteil.
Es wird viel über Werkzeuge gesprochen und wenig über Aufgaben. Über Effizienz und selten über die Frage, die jede und jeder still mit sich trägt: Was bedeutet das für mich? Solange sie unbeantwortet bleibt, entsteht keine Umsetzung. Nicht aus Sturheit, sondern aus Selbstschutz.
Dabei passiert etwas anderes, als die meisten denken. Wenn Routine und Wissen in Sekunden verfügbar sind, verlieren Menschen nicht an Wert. Es verschiebt sich nur, worin ihr Wert liegt.
Genau das nenne ich Human Intelligence, kurz HI. Deshalb heißt meine Arbeit KI + HI: künstliche und menschliche Intelligenz. Die künstliche liefert Möglichkeiten. Die menschliche entscheidet, was daraus wird.
- Urteilskraft, wenn die Lage nicht eindeutig ist
- Erfahrung, die keine Maschine nachbaut
- Menschenkenntnis und gewachsene Beziehungen
- Der Mut, zu entscheiden, bevor alles feststeht
- Die Fähigkeit, andere mitzunehmen statt sie zu informieren
- Das Wissen darüber, wie es hier wirklich läuft
02Für Unternehmen
Vier Sätze, die ich in fast jedem Unternehmen höre.
Selten in der Runde. Meistens danach, beim Kaffee.
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01
„Wir haben es eingeführt. Es benutzt keiner.“
Lizenzen laufen, Schulung ist erledigt, Projekt abgeschlossen. Im Arbeitsalltag ändert sich nichts.
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02
„Im Meeting stimmen alle zu. Danach macht jeder weiter wie vorher.“
Das ist kein Kommunikationsproblem. Es ist ein Vertrauensproblem.
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03
„Meine erfahrensten Leute blocken.“
Ausgerechnet die, die das Geschäft am besten kennen. Und niemand fragt nach dem Grund.
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04
„Ich soll Orientierung geben und weiß selbst nicht, wo das hinführt.“
Diesen Satz höre ich von fast jeder Führungskraft. Meistens leiser als den Rest.
03Was ich anbiete
Drei Schritte. Je nachdem, wie weit ihr seid.
Jeder fängt mit dem an, was danach anders ist. Nicht mit der Dauer.
Preise stehen nicht auf dieser Seite, weil sie von Größe, Aufwand und Anfahrt abhängen. Schreib mir kurz, worum es geht, dann bekommst du eine Zahl.
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01
Keynote
Danach reden Führung und Belegschaft über dieselbe Sache mit denselben Worten. Dreißig Minuten, für Tagungen, Führungskreise und Kundenevents. Ich erzähle nicht, was künstliche Intelligenz alles kann, das weiß dein Publikum längst. Ich erzähle, was passiert, wenn man sie in einen Handwerksbetrieb von 1936 bringt, und was danach von einem Menschen übrig bleibt.
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02
Wer macht künftig was?
Mensch-und-KI-Strategietage für Führungskräfte und Teams. Danach wisst ihr, welche Aufgaben KI übernimmt, wo menschliche Verantwortung unverzichtbar bleibt und welche neuen Rollen und Arbeitsweisen daraus entstehen. Dreimal dreieinhalb Stunden über vier bis acht Wochen. Einmal mit der Führung, einmal mit Mitarbeitern ohne ihre direkten Vorgesetzten, einmal gemeinsam. Die Trennung ist Absicht: Menschen sagen nicht dasselbe, wenn ihr Chef danebensitzt. Am Ende steht eine Aufgabenlandkarte, erste Rollenentwürfe und ein Pilot über neunzig Tage, für den jemand mit Namen geradesteht.
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03
KI-Wandel, zwölf Wochen
Danach bleibt es nicht bei dem einen guten Tag. Wenn nach den Strategietagen klar ist, dass es weitergeht: zwölf Wochen bis zum fertigen 90-Tage-Piloten. Für technische Architektur, Datenschutz oder Arbeitsrecht hole ich Spezialisten dazu, statt so zu tun, als könnte ich alles.
Wer bist du, wenn KI deine Aufgabe übernimmt?
Das ist die Frage hinter allem, was hier steht. In Unternehmen stellen sie sich ganze Abteilungen, meistens nicht laut. Und manchmal steht ein Einzelner damit allein da.
Weiter zu: Für dich04Für dich
Fragen, die dir keiner stellt.
Weil man sie nicht laut sagt. Man denkt sie beim Autofahren, beim Zähneputzen, sonntags um kurz nach acht.
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01
„Ist mein Job in fünf Jahren überhaupt noch da?“
Du fragst das niemanden. Du rechnest es still für dich durch, meistens abends.
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02
„Und was soll ich sonst machen? Ich kann doch nur das hier.“
Das stimmt fast nie. Es hat dir nur seit zwanzig Jahren keiner gespiegelt, was du sonst noch kannst.
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03
„Wie gehe ich an KI ran, ohne mich zum Idioten zu machen?“
Das ist die ehrlichste Frage von allen. Und die, die am seltensten jemand ausspricht.
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04
„Ich habe noch siebzehn Jahre bis zur Rente. Und keine Ahnung, wie die aussehen.“
Siebzehn Jahre sind kein Ausklang. Das ist ein Drittel eines Arbeitslebens.
05Was dann anders ist
Du fängst nicht von vorne an. Du fängst mit Erfahrung an.
Der Markt erzählt diese Lebensphase als Verlustgeschichte und springt sofort zu Bewerbung und Neuorientierung. Davor fehlt eine Ebene: Muss ich überhaupt wechseln?
Wir setzen uns hin und sortieren, was du kannst, was davon die Maschine übernimmt und was übrig bleibt. Meistens ist das mehr, als du denkst, und etwas anderes, als du erwartet hast.
Am Ende sagst du einen Satz, den du vorher nicht sagen konntest: Ich weiß, was mein nächster Schritt ist. Und ich weiß, warum ausgerechnet der.
- Dein Kopf wird frei. Nicht als Gefühl, sondern weil das Zeug endlich sortiert ist.
- Du siehst zwei oder drei Möglichkeiten, die zu dir passen. Nicht dreißig.
- Du weißt, was KI dir abnehmen darf und was besser bei dir bleibt.
- Du musst dafür nicht dein Leben über Nacht auf links drehen.
07Wer ich bin
Ich habe mich selbst wegrationalisiert. Freiwillig.
Vor ein paar Jahren habe ich mich aus dem Tagesgeschäft meines eigenen Unternehmens herausgenommen. Nicht weil ich musste. Weil ich am Unternehmen arbeiten wollte statt darin.
Seitdem läuft es besser. Ein Journalist hat darüber geschrieben. Und es ist genau das, was KI gerade mit Aufgaben macht: Ich habe meine eigene Funktion abgegeben und wurde dadurch wertvoller, nicht überflüssig.
Angefangen hat es 1998, an einem sehr frühen Samstagmorgen. Ich kam aus dem Marketing, war frisch verliebt und hatte vom Bäckerhandwerk keine Ahnung. Den Betrieb gab es seit 1936 und er hatte keinen einzigen eigenen Laden. Meine erste Frage war: Warum eigentlich nicht? Heute sind es fünfzehn. Und aus zehn Mitarbeitenden sind über die verbundenen Unternehmen mehr als 250 geworden.
Inzwischen liegt bei uns ein Brot nach KI-Rezept neben dem Sauerteig. Dinkel und Miso, wir nennen es ChatBrot.
Mit 51 habe ich Atelier Futura gegründet. Von null. Nicht weil in der Bäckerei etwas gefehlt hätte, sondern weil ich noch mal etwas bauen wollte.
Was ich mir daneben angeeignet habe: ein Studium am Institut für Marketing Kommunikation, den Master Workshop Facilitator am KI Institut, NLP Practitioner. Und im Dezember 2026 steht meine TÜV-Prüfung zur Managerin für angewandte KI-Transformation an. Vorher nenne ich mich nicht so.
Ich hänge das nicht deshalb hier hin, weil Zertifikate irgendwas beweisen. Sondern weil ich schlecht anderen erzählen kann, dass Weiterlernen geht, wenn ich selbst stehen bleibe.
Was sonst noch über mich zu sagen wäre
Mein Lieblingsgetränk ist eine Eigenkreation aus Sprite und Mineralwasser. Ich nenne es Sprite Spritz und trinke es jeden Tag.
Auf meinen Fotos stehen die Pommes gern neben der Handtasche. Das ist kein Versehen.
Und wenn ich durch Frankfurt gehe und jemanden mit unserer Tragetasche sehe, würde ich am liebsten hingehen und sagen: hey, das hast du bei uns gekauft.
08Passt das
Damit wir uns beide die Zeit sparen.
Ich passe nicht in jedes Haus und zu jedem Menschen, und das ist gut so.
Dann sehr gern
Wenn du dich hier wiedererkennst, schreib mir.
- Bei euch geht es nicht ums Werkzeug, sondern darum, dass die Leute mitkommen.
- Ihr seid inhabergeführt und Entscheidungen brauchen keine drei Gremien.
- Ihr könnt eine unbequeme Runde aushalten, in der Dinge ausgesprochen werden.
- Oder: deine eigene Aufgabe verändert sich und du willst wissen, was davon bleibt.
- Du willst eine ehrliche Meinung. Auch wenn sie unbequem ist.
Dann eher nicht
Es gibt gute Leute dafür. Ich bin es nur nicht.
- Ihr sucht technische Beratung zur Auswahl oder Einführung einer Software.
- Ihr wollt einen Vortrag, nach dem sich alle gut fühlen und nichts ändert.
- Die Entscheidung ist längst gefallen und ich soll sie nur noch verkaufen.
- Stellen sollen abgebaut werden und das Ganze soll nach Beteiligung aussehen.
- Du suchst Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf oder Jobvermittlung.
09Wie wir anfangen
Drei Schritte. Ohne Angebotsmarathon.
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01
Du schreibst mir
Zwei Sätze reichen. Worum es geht, und ob du für dich fragst oder für dein Unternehmen. Ich lese die Mails selbst.
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02
Wir sprechen
Zwanzig Minuten, in denen ich vor allem Fragen stelle. Danach weißt du, ob ich die Richtige bin. Und ich sage es dir, wenn ich es nicht bin.
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03
Wir machen was draus
Für Unternehmen ein Angebot auf einer Seite, mit einer Zahl und einem Ablauf. Für dich ein erster Termin. Ohne Anhang mit vierzig Folien.
10Ehrliche Fragen
Was mich am häufigsten gefragt wird.
Was heißt eigentlich KI + HI?
KI ist künstliche Intelligenz. HI ist Human Intelligence, also menschliche Intelligenz: Urteilskraft, Erfahrung, Menschenkenntnis, der Mut zu entscheiden, bevor alles feststeht. Die meisten KI-Vorhaben arbeiten nur an der ersten Hälfte. Deshalb werden Werkzeuge gekauft, die dann keiner benutzt. Ich arbeite an beiden, und zwar in dieser Reihenfolge: erst Aufgaben sortieren, dann sichtbar machen, was nur Menschen können, dann neue Rollen bauen.
Eine Bäckerin, die über künstliche Intelligenz spricht. Im Ernst?
Ja, und genau das ist der Punkt. Ich habe KI nicht in ein Start-up gebracht, wo ohnehin alles geht, sondern in einen Handwerksbetrieb von 1936. Über 200 Mitarbeitende, Bäcker, die das Rezept angeschaut und den Kopf geschüttelt haben. Das ChatBrot aus Dinkel und Miso liegt heute neben dem Sauerteig und hat eine eigene Webseite. Wenn es dort funktioniert, funktioniert es bei euch auch. Dazu mache ich gerade die TÜV-Weiterbildung zur angewandten KI-Transformation, Abschluss Dezember 2026.
Machst du auch die Technik?
Nein, und das ist Absicht. Für technische Architektur, Toolauswahl, tiefe Prozessanalyse, Datenschutz und Arbeitsrecht hole ich Spezialisten dazu. Ich muss nicht jede technische Antwort selbst geben. Ich sorge dafür, dass wir die richtigen Fragen stellen, die richtigen Menschen hören und daraus eine Veränderung bauen, die im Alltag hält.
Was kostet das?
Kommt auf Format, Gruppengröße, Dauer und Anfahrt an. Schreib mir kurz, worum es geht, dann bekommst du eine konkrete Zahl. Ohne Umweg über drei Vorgespräche.
Ich bin über 50. Ist es dafür nicht zu spät?
Es ist nicht zu spät. Es ist unbequem, und das sind zwei verschiedene Dinge. In Deutschland sind 14,1 Millionen Erwerbstätige zwischen 50 und 64. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen ist in zehn Jahren von 66 auf 75 Prozent gestiegen. Das ist keine Randgruppe, das ist die Mitte des Arbeitsmarkts. Ich habe mit 51 angefangen und würde es wieder tun.
Schreib mir, worum es geht.
Zwei Sätze reichen. Worum es geht, und ob du für dich fragst oder für dein Unternehmen. Ich lese die Mails selbst und antworte auch selbst.
- Antwort von mir persönlich, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen
- Ein Gespräch, in dem ich mehr frage als erzähle
- Für Unternehmen ein Angebot auf einer Seite, mit einer Zahl
- Und eine ehrliche Absage, wenn jemand anderes besser passt